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SEO-Audit vs. Website-Performance-Test: was beide prüfen und wann Sie beides brauchen
Ein SEO-Audit klärt, ob Suchmaschinen Ihre Seiten finden und verstehen. Ein Performance-Test klärt, wie schnell sie laden. Hier erfahren Sie, worin sich beide unterscheiden, welche Tools und welche Checkliste Sie dafür brauchen und was hinter den Begriffen steckt, die Ihnen dabei begegnen: Mobile-First-Indexierung, UX-Metriken, SEO vs. SEM und Crawl-Budget.
Auf dieser Seite

Das Wichtigste in Kürze
- Ein SEO-Audit prüft, ob Suchmaschinen Ihre Website finden, crawlen und indexieren können. Ein Performance-Test misst, wie schnell eine einzelne Seite lädt und reagiert.
- Keines ersetzt das andere. Bei den Core Web Vitals überschneiden sich beide.
- Beheben Sie zuerst alles, was die Indexierung verhindert, und arbeiten Sie sich dann nach Schweregrad vor.
- Google indexiert die mobile Version einer Seite – prüfen Sie also zuerst die mobile Ansicht.
- Das Crawl-Budget spielt vor allem bei sehr großen oder sich schnell ändernden Websites eine Rolle.
SEO-Audit und Website-Performance-Test werden oft in einem Atemzug genannt – und oft verwechselt. Dabei beantworten sie unterschiedliche Fragen. Ein SEO-Audit klärt, ob Suchmaschinen Ihre Seiten finden, crawlen, indexieren und verstehen können. Ein Performance-Test klärt, wie schnell eine Seite für Besucher lädt und reagiert. Beim einen geht es darum, gefunden zu werden, beim anderen darum, was nach dem Klick passiert.
Dieser Leitfaden stellt beide gegenüber, nennt die Tools für ein technisches SEO-Audit, liefert eine Checkliste für das Website-Audit und erklärt die Begriffe, die Ihnen unterwegs begegnen: häufige SEO-Fehler, Mobile-First-Indexierung, UX-Metriken, SEO im Vergleich zu SEM und Crawl-Budget.
SEO-Audit vs. Website-Performance-Test im Vergleich
Die Tabelle stellt beide nebeneinander.
| SEO-Audit | Website-Performance-Test | |
|---|---|---|
| Die Frage | Können Suchmaschinen diese Website finden, indexieren und verstehen? | Wie schnell lädt diese Seite, wie schnell reagiert sie, und wann steht das Layout stabil? |
| Was geprüft wird | Indexierungsanweisungen, robots.txt, Sitemaps, Titel, Beschreibungen, Überschriften, Canonical-Tags, interne Links, Weiterleitungen und strukturierte Daten. | Ladezeit, Reaktionsfähigkeit und Layoutstabilität sowie die Dateien, die sie ausbremsen. |
| Umfang | Die gesamte Website, denn viele Probleme (doppelte Titel, verwaiste Seiten, defekte interne Links) zeigen sich erst seitenübergreifend. | Jeweils eine einzelne Seite – Sie testen also jedes wichtige Template. |
| Das Ergebnis | Eine Liste von Problemen mit den jeweils betroffenen Seiten. | Messwerte wie LCP und CLS, ein Score und die nicht bestandenen Prüfungen. |
| Art der Daten | Überwiegend Fakten über Ihr HTML und Ihre Serverantworten. | Zahlen, die je nach Gerät und Netzwerk schwanken – deshalb gibt es zwei Arten: Labordaten und Felddaten. |
| Wann durchführen | Jedes Quartal sowie nach einem Redesign oder einer Migration. | Immer dann, wenn Skripte, Schriften, Bilder oder ein neues Template hinzukommen. |
An einer Stelle überschneiden sie sich. Die Core Web Vitals fließen in Googles Bewertung der Nutzererfahrung auf der Seite ein, ein Performance-Problem kann also auch ein SEO-Problem sein – für das Ranking zählen Relevanz und inhaltliche Qualität allerdings weit mehr. Ein vollständiges Website-Audit umfasst deshalb auch die Performance.
Keines ersetzt das andere. Eine schnelle Seite, auf der ein vergessenes noindex steht, taucht in der Suche gar nicht erst auf. Und eine einwandfrei indexierte Seite, die auf dem Smartphone acht Sekunden braucht, bis der Hauptinhalt erscheint, verliert den Besucher wieder, den sie sich mühsam verdient hat.
Tools für ein technisches SEO-Audit
Für den Einstieg brauchen Sie keine kostenpflichtige Suite. Die folgenden Tools decken das Wesentliche ab, und die meisten sind kostenlos.
Indexierung, Crawling und Links
- Google Search Console. Der Ausgangspunkt. Der Bericht „Seitenindexierung“ zeigt, welche URLs indexiert sind und warum andere es nicht sind, die URL-Prüfung zeigt, wie Google eine einzelne Seite sieht, und die Berichte „Core Web Vitals“ und „Crawling-Statistiken“ decken Geschwindigkeit und Crawling ab.
- Bing Webmaster Tools. Das Gegenstück für Bing, mit eigenem Website-Scan.
- Ein Website-Crawler. Er folgt Ihren internen Links so, wie es eine Suchmaschine tut, und meldet Probleme Seite für Seite. Der Website-Crawl von Rudra, den Sie über die Demo-Seite starten können, prüft auf jeder gecrawlten Seite Titel, Beschreibungen, Überschriften, Canonicals, Indexierungsanweisungen und defekte interne Links. Der kostenlose Tarif umfasst bis zu 2 Websites mit bis zu 10 Seiten pro Scan.
- Ein SEO-Check für einzelne Seiten. Der kostenlose SEO-Checker von Rudra prüft die On-Page-Signale einer Seite sowie die robots.txt und die Sitemap der Website. Er liest das HTML, das Ihr Server ausliefert. Bei Inhalten, die erst nachträglich per JavaScript eingefügt werden, sollten Sie daher zusätzlich das gerenderte HTML in der URL-Prüfung ansehen.
- Ein Broken-Link-Checker. Der Broken-Link-Checker testet die Links einer Seite und meldet eigene Skripte, Bilder und Schriften, die nicht geladen werden können.
Geschwindigkeit und strukturierte Daten
- PageSpeed Insights. Zeigt – sofern genügend vorliegen – Felddaten echter Chrome-Nutzer und darunter einen Lighthouse-Labortest.
- Lighthouse. In die Chrome DevTools integriert. Der Website-Speed-Checker von Rudra führt Lighthouse für Sie aus und listet die nicht bestandenen Prüfungen auf, die schwerwiegendsten zuerst.
- Test für Rich-Suchergebnisse. Prüft, ob eine Seite dank ihrer strukturierten Daten für Rich-Suchergebnisse infrage kommt.
Kostenpflichtige Suiten ergänzen, was ein Crawler nicht sehen kann: Backlink-Daten, Keyword-Rankings und Wettbewerbsanalysen. Das bietet Rudra nicht. Das Geld dafür lohnt sich, sobald die technischen Grundlagen stimmen – nicht vorher.
Eine Checkliste für das Website-Audit
Gehen Sie die Punkte der Reihe nach durch. Die ersten entscheiden darüber, ob die späteren überhaupt eine Rolle spielen: Es bringt nichts, an einer Seite zu feilen, die nicht indexiert werden kann.
Crawling und Indexierung
- Die Website ist in der Google Search Console bestätigt, und eine XML-Sitemap ist eingereicht.
robots.txtsperrt keine Seiten, die gefunden werden sollen. Ein vergessenesDisallow: /aus der Staging-Umgebung ist ein häufiger Grund dafür, dass eine Website nie in der Suche erscheint.- Keine wichtige Seite trägt ein
noindexim Robots-Meta-Tag oder imX-Robots-Tag-Header. Mehr dazu unter Was bedeutet noindex?. - Wichtige Seiten liefern HTTP 200, und nicht vorhandene Seiten liefern einen echten 404 statt einer „Nicht gefunden“-Meldung mit Status 200.
- Die Sitemap enthält nur erreichbare, indexierbare URLs. Mehr dazu unter Sitemap-Probleme diagnostizieren.
On-Page
- Jede indexierbare Seite hat einen einzigartigen, aussagekräftigen Titel und eine eigene Meta-Description.
- Eine eindeutige H1 pro Seite, gefolgt von H2- und H3-Überschriften in der richtigen Reihenfolge.
- Das Canonical-Tag jeder Seite ist absolut und verweist auf ihre bevorzugte URL.
- HTTP leitet auf HTTPS weiter, und die
www- und die Nicht-www-Variante führen in einem einzigen Schritt zur selben Adresse. - Keine defekten internen Links, und keine wichtige Seite bleibt unverlinkt.
- Strukturierte Daten lassen sich fehlerfrei parsen und stimmen mit dem überein, was auf der Seite sichtbar ist.
Geschwindigkeit und Mobilgeräte
- In den Felddaten liegt der LCP bei höchstens 2,5 s, der INP bei höchstens 200 ms und der CLS bei höchstens 0,1 – jeweils im 75. Perzentil.
- Bilder sind komprimiert, auf ihre Anzeigegröße zugeschnitten und mit ausdrücklicher Breite und Höhe versehen.
- Ein Viewport-Meta-Tag ist gesetzt, Text ist ohne Zoomen lesbar, und nichts muss seitwärts gescrollt werden.
- Die mobile Seite enthält dieselben Inhalte, Überschriften und strukturierten Daten wie die Desktop-Seite.
Vertrauen und Funktion
- HTTPS auf jeder Seite, ein gültiges Zertifikat und kein Mixed Content.
- Formulare haben Beschriftungen und funktionieren auf dem Smartphone. Senden Sie jedes selbst einmal ab, um sicherzugehen, dass die Nachricht ankommt.
- Bilder haben aussagekräftige Alt-Texte, und der Farbkontrast reicht aus.
Halten Sie Ihre Ergebnisse mit Datum fest, beheben Sie zuerst die Indexierungspunkte und wiederholen Sie das Audit, sobald die Korrekturen einige Wochen live sind.
Den Großteil dieser Checkliste in einem Bericht abdecken
Geben Sie eine URL ein, und Rudra Analyzer crawlt Ihre Seiten und prüft jede einzelne auf SEO, typische Performance-Probleme, Barrierefreiheit und Sicherheit. Die Registrierung ist kostenlos.
Häufige SEO-Fehler auf Websites
Auf den meisten Websites tauchen dieselben Fehler auf. Fast alle lassen sich leicht beheben, sobald sie jemandem aufgefallen sind.
Fehler bei Crawling und Indexierung
- Ein vergessenes
noindexoder eine robots.txt-Sperre aus der Entwicklungsphase. Der folgenschwerste Fehler, denn die Seite verschwindet schlicht aus der Suche. - Canonical-Probleme: fehlend, relativ, mehrfach vorhanden oder auf die falsche URL gerichtet. Mehr dazu unter Canonical-Probleme beheben.
- Dieselbe Seite unter mehreren Adressen:
httpundhttps, mit und ohnewww, mit Tracking-Parametern. - Soft-404-Fehler: eine „Nicht gefunden“-Seite, die mit
200 OKausgeliefert wird. - Defekte interne Links und Weiterleitungsketten, die zurückbleiben, wenn Seiten umbenannt oder entfernt werden.
- Verwaiste Seiten, auf die nichts verlinkt, sodass Crawler sie höchstens über die Sitemap erreichen. Mehr dazu unter Verwaiste Seiten finden.
- Eine Sitemap voller weitergeleiteter, gesperrter oder gelöschter URLs.
On-Page- und Inhaltsfehler
- Doppelte oder fehlende Titel und Beschreibungen. Ursache ist oft ein Template, das auf jeder Seite denselben Text ausgibt. Mehr dazu unter Doppelte Titel beheben.
- Dünne Seiten mit einer Überschrift und ein, zwei Zeilen Text.
- Fehlende oder übersprungene Überschriften, etwa keine H1 oder eine H2, auf die direkt eine H4 folgt.
- Bilder ohne Alt-Text und wichtiger Text, der in Bildern steckt.
- Inhalte, die auf dem Desktop vorhanden sind, mobil aber fehlen.
- Ungültige strukturierte Daten, die sich nicht parsen lassen oder denen zentrale Eigenschaften fehlen. Mehr dazu unter Strukturierte Daten prüfen.
Warum Mobile-First-Indexierung so wichtig ist
Mobile-First-Indexierung bedeutet, dass Google vorrangig die mobile Version Ihrer Seiten crawlt und indexiert. Die Desktop-Version ist nicht mehr der Maßstab. Fehlt auf der mobilen Seite eine Überschrift, ein Absatz, ein Bild oder ein Block strukturierter Daten, dann fehlt er aus Googles Sicht auf der Seite überhaupt.
Das verändert die Art, wie Sie prüfen. Sehen Sie sich zuerst die mobilen Ergebnisse an und betrachten Sie Ihre mobile Website als Ihre eigentliche Website:
- Setzen Sie auf ein responsives Design, damit eine URL für jede Bildschirmgröße dasselbe HTML ausliefert.
- Behalten Sie mobil dieselben Texte, Überschriften, Bilder, Alt-Texte, strukturierten Daten und Meta-Tags bei wie auf dem Desktop. Kürzen Sie Seiten nicht für kleine Bildschirme.
- Achten Sie darauf, dass Inhalte in Tabs und Akkordeons im HTML stehen und nicht erst beim Antippen nachgeladen werden.
- Setzen Sie das Viewport-Meta-Tag (das Snippet finden Sie unter dieser Liste).
- Sperren Sie weder CSS noch JavaScript oder Bilder, die Google zum Rendern der Seite braucht.
- Verzichten Sie auf Pop-ups, die den Inhalt verdecken, sobald die Seite geöffnet wird.
- Testen Sie in echten Smartphone-Breiten, nicht nur in einem schmal gezogenen Desktop-Fenster.
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1">Die SEO-Prüfungen von Rudra melden ein fehlendes Viewport-Tag, und der Mobile-Checker rendert eine Seite in Smartphone-, Tablet- und Desktop-Breite und meldet Inhalte, die über den Bildschirmrand hinausragen. Wie Sie das beheben, lesen Sie unter Website für Mobilgeräte optimieren.
UX-Metriken für Websites
Nutzererfahrung lässt sich messen. Beginnen Sie mit den drei Core Web Vitals von Google, die aus echten Besuchen stammen:
| Metrik | Was sie misst | Gut |
|---|---|---|
| Largest Contentful Paint (LCP) | Wie lange es dauert, bis der Hauptinhalt erscheint. | höchstens 2,5 Sekunden |
| Interaction to Next Paint (INP) | Wie schnell die Seite auf Tippen, Klicks und Tastatureingaben reagiert. | höchstens 200 Millisekunden |
| Cumulative Layout Shift (CLS) | Wie stark die Seite beim Laden hin und her springt. | höchstens 0,1 |
Eine Seite besteht, wenn 75 % der Besuche jeden Schwellenwert einhalten – getrennt gemessen für Mobilgeräte und Desktop. Mehrere ergänzende Messwerte helfen Ihnen, die Ursache eines schlechten Ergebnisses zu finden:
- Time to First Byte (TTFB): wie lange der Server braucht, bis er zu antworten beginnt. Der Wert spiegelt Hosting, Caching und die Entfernung zum Besucher wider.
- First Contentful Paint (FCP): der Zeitpunkt, zu dem überhaupt etwas erscheint.
- Total Blocking Time (TBT): wie lange der Main-Thread während des Ladens zu beschäftigt ist, um zu reagieren. Im Labor kommt dieser Wert dem INP am nächsten.
- Speed Index: wie schnell sich der sichtbare Teil der Seite füllt.
Geschwindigkeit ist nur ein Teil des Erlebnisses. Ihre Webanalyse ergänzt die Verhaltensseite:
- Engagement-Rate und Engagement-Zeit: Lesen die Besucher, oder springen sie sofort wieder ab?
- Scrolltiefe: Erreichen sie den Teil der Seite, auf den es ankommt?
- Conversion-Rate: Wie viele von hundert Besuchern registrieren sich, kaufen oder nehmen Kontakt auf?
- Formularabbrüche: wie viele ein Formular beginnen und nicht abschließen.
- Ausstiegsseiten: wo Besucher die Website am häufigsten verlassen.
Auch die Barrierefreiheit gehört hierher. Eine Seite, die sich nicht per Tastatur oder Screenreader bedienen lässt, ist ein schlechtes Erlebnis, ganz gleich, wie schnell sie lädt. Lesen Sie dazu Barrierefreiheit von Websites verbessern, oder testen Sie eine Seite mit dem Accessibility-Checker.
SEO vs. SEM: Suchinteresse und die richtige Wahl
SEO, die Suchmaschinenoptimierung, ist die Arbeit daran, unbezahlte Positionen in den Suchergebnissen zu erreichen. SEM, das Suchmaschinenmarketing, umfasste ursprünglich bezahlte wie unbezahlte Suche. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint der Begriff heute jedoch bezahlte Suchmaschinenwerbung, bei der Sie für jeden Klick zahlen.
Vergleichen Sie die beiden Begriffe in Google Trends, zieht „SEO“ in der Regel deutlich mehr Suchinteresse auf sich als „SEM“. Das sagt mehr über den Sprachgebrauch aus als über die Größe der beiden Branchen: Wer nach bezahlter Suche sucht, tippt eher „Google Ads“ oder „PPC“ ein. Google Trends zeigt das relative Interesse auf einer Skala von 0 bis 100, nicht die Anzahl der Suchanfragen. Nutzen Sie es also, um Begriffe zu vergleichen und saisonale Muster zu erkennen, und prüfen Sie die aktuellen Zahlen für Ihr eigenes Land, bevor Sie sich darauf stützen.
| SEO | SEM (bezahlte Suche) | |
|---|---|---|
| Kosten | Zeit und Arbeit, aber der Klick ist kostenlos. | Eine Gebühr für jeden Klick. |
| Tempo | Wochen oder Monate, bis sich Ergebnisse zeigen. | Kann noch am selben Tag Besucher bringen. |
| Dauerhaftigkeit | Die Ergebnisse halten an, auch wenn die Arbeit endet. | Der Traffic endet mit dem Budget. |
| Kontrolle | Weniger Einfluss darauf, wofür Sie ranken. | Sie legen Suchanfragen, Standorte und Uhrzeiten genau fest. |
| Messung | Über Search Console und Webanalyse – schwerer einer einzelnen Änderung zuzuordnen. | Kosten pro Klick und pro Conversion, direkt ausgewiesen. |
Für die meisten Websites ist die sinnvolle Reihenfolge: zuerst SEO, dann zusätzlich bezahlte Suche, wenn Sie schnell Traffic brauchen oder testen möchten, welche Suchanfragen konvertieren, bevor Sie Inhalte dafür schreiben. In beiden Fällen sollten Sie zuerst die Landingpage prüfen. Ein bezahlter Klick, der auf einer langsamen Seite mit defektem Formular landet, wird doppelt bezahlt: einmal für den Klick und noch einmal mit dem Kunden, den Sie nicht gewonnen haben.
Das Crawl-Budget einer Website erklärt
Das Crawl-Budget ist die Menge an URLs, die eine Suchmaschine in einem bestimmten Zeitraum auf Ihrer Website crawlen kann und will. Google beschreibt es als Ergebnis zweier Faktoren:
- Crawling-Kapazitätslimit: wie viel der Googlebot crawlen kann, ohne Ihren Server zu überlasten. Schnelle, zuverlässige Antworten erhöhen es, Fehler und langsame Antworten senken es.
- Crawling-Bedarf: wie sehr Google Ihre Seiten crawlen möchte – abhängig davon, wie beliebt sie sind und wie oft sie sich ändern.
Für die meisten Websites ist das keine Einschränkung. Laut Google ist das Crawl-Budget vor allem ein Thema für sehr große Websites (rund eine Million Seiten oder mehr), für Websites mit Zehntausenden Seiten, die sich täglich ändern, oder wenn ein großer Teil der URLs in der Search Console unter „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“ steht. Eine Website mit ein paar Hundert Seiten wird vollständig gecrawlt.
Verstehen sollten Sie es trotzdem. Denn was auf einer großen Website Crawl-Budget verschwendet, ist bei jeder Größe ein Zeichen mangelnder Pflege:
- Doppelte Seiten, die unter mehreren URLs erreichbar sind, einschließlich Varianten mit Tracking-Parametern.
- Filter- und Sortierkombinationen, die endlos viele URLs für denselben Inhalt erzeugen.
- Lange Weiterleitungsketten.
- Soft-404-Fehler.
- Langsame oder fehlschlagende Serverantworten.
- Sitemaps mit URLs, die weiterleiten oder nicht mehr existieren.
Damit das Crawling effizient bleibt, halten Sie die Sitemap aktuell, liefern Sie für entfernte Seiten einen echten 404 oder 410, führen Sie Duplikate mit Weiterleitungen und Canonical-Tags zusammen und halten Sie Crawler per robots.txt aus Bereichen fern, die für die Suche keinen Wert haben. Denken Sie daran, dass robots.txt das Crawling unterbindet, nicht die Indexierung. Den Unterschied erklärt unser Leitfaden zu robots.txt und sitemap.xml.
Rudra misst kein Crawl-Budget. Nur die Suchmaschine weiß, wie sie ihre Zeit auf Ihrer Website verbringt. Nachsehen können Sie im Bericht „Crawling-Statistiken“ der Google Search Console (unter „Einstellungen“). Was ein Crawl Ihrer eigenen Website dagegen zeigt, ist die Verschwendung: Weiterleitungsketten, defekte Links, doppelte Titel und nicht kanonische URLs. Und wenn eine neue Seite nicht in der Suche erscheint, liegt das weit häufiger an einem Indexierungs- oder Qualitätsproblem als am Crawl-Budget.
Womit Sie anfangen sollten
- Prüfen Sie Ihre Startseite und eine wichtige Unterseite einzeln mit dem kostenlosen Website-Audit.
- Crawlen Sie die Website, um die Probleme zu finden, die sich erst seitenübergreifend zeigen.
- Beheben Sie alles, was die Indexierung verhindert, und arbeiten Sie die Liste dann nach Schweregrad ab.
- Führen Sie für jedes wichtige Template einen Labor-Geschwindigkeitstest durch und vergleichen Sie ihn mit Ihren Felddaten.
- Scannen Sie erneut, vergleichen Sie mit den früheren Ergebnissen und wiederholen Sie das Ganze jedes Quartal.
Wenn Sie nur einen Bereich prüfen möchten: Die kostenlosen Einzelseiten-Tools decken SEO, Geschwindigkeit, mobiles Layout, defekte Links und Sicherheit ab.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem SEO-Audit und einem Website-Performance-Test?
Ein SEO-Audit prüft für die gesamte Website, ob Suchmaschinen Ihre Seiten finden, crawlen, indexieren und verstehen können. Ein Website-Performance-Test misst, wie schnell eine einzelne Seite lädt, reagiert und ein stabiles Layout erreicht. Die Performance ist ein Teil eines vollständigen Audits, doch keine der beiden Prüfungen ersetzt die andere.
Welche Tools brauche ich für ein technisches SEO-Audit?
Die Google Search Console für Indexierung und Felddaten, einen Website-Crawler, der jede Seite prüft, PageSpeed Insights oder Lighthouse für die Geschwindigkeit und den Test für Rich-Suchergebnisse für strukturierte Daten. Der kostenlose SEO-Checker und das Website-Audit von Rudra decken eine einzelne Seite ab, der Website-Crawl im kostenlosen Tarif bis zu 10 Seiten pro Scan.
Warum ist Mobile-First-Indexierung wichtig?
Google crawlt und indexiert vorrangig die mobile Version Ihrer Seiten. Inhalte, Überschriften oder strukturierte Daten, die auf der mobilen Seite fehlen, werden möglicherweise gar nicht indexiert. Die mobile Version braucht deshalb dieselben Inhalte wie die Desktop-Version.
Welche UX-Metriken sind am wichtigsten?
Beginnen Sie mit den Core Web Vitals aus echten Besuchen: Largest Contentful Paint von höchstens 2,5 Sekunden, Interaction to Next Paint von höchstens 200 Millisekunden und Cumulative Layout Shift von höchstens 0,1, jeweils im 75. Perzentil. Sehen Sie sich danach in Ihrer Webanalyse Engagement, Conversion-Rate und Formularabbrüche an.
Was ist besser: SEO oder SEM?
Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben. SEO bringt langsam unbezahlten Traffic und wirkt weiter, auch wenn die Arbeit endet. SEM, also bezahlte Suche, bringt sofort Traffic, der aber mit dem Budget endet. Die meisten Websites beginnen mit SEO und ergänzen bezahlte Suche, wenn sie schnell Ergebnisse brauchen.
Müssen sich kleine Websites um das Crawl-Budget kümmern?
In der Regel nicht. Laut Google spielt das Crawl-Budget vor allem bei sehr großen Websites eine Rolle oder bei Websites, deren Inhalte sich sehr häufig ändern. Fehlt auf einer kleinen Website eine Seite in der Suche, liegt das viel wahrscheinlicher an einem Indexierungs- oder Qualitätsproblem.